Chobe
Wo Giganten baden gehen: Der Chobe-Nationalpark ist ein Ort, an dem die Wildnis Afrikas in ihrer ganzen, ungezähmten Pracht zum Leben erwacht.
Chobe
Wo Giganten baden gehen: Der Chobe-Nationalpark ist ein Ort, an dem die Wildnis Afrikas in ihrer ganzen, ungezähmten Pracht zum Leben erwacht.
Botswana
Land
Jun–Okt
Reisezeit
11.700 km²
Größe
1967
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Es handelt sich um einen staatlich geschützten, komplett zaunlosen Nationalpark, der den Tieren ihre natürlichen Wanderrouten sichert. (botswanischen Department of Wildlife and National Parks (DWNP)).
Regenzeiten: Die grüne Regenzeit erstreckt sich über die Monate November bis März und bringt meist heftige Gewitter am Nachmittag.
Temperaturen: Das Klima reicht von extremer Hitze über 35 °C im Oktober bis hin zu sehr kalten Nächten unter 10 °C im Juni und Juli.
Besucher-Frequenz: Während an der leicht zugänglichen Flussregion im Norden viele Touristen unterwegs sind, bleibt die Frequenz im tiefen Parkinneren extrem gering und exklusiv.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Der Park fasziniert durch vier völlig unterschiedliche Ökosysteme, die von üppigen Flussauen im Norden über endlose Mopane-Wälder bis hin zu den weiten, geheimnisvollen Savuti-Savannen reichen.
Ikonisch: Weltberühmt ist der Park für seine gigantische Elefantenpopulation, die mit schätzungsweise über 120.000 Tieren als die größte ganz Afrikas gilt.
Tierwelt: Neben Löwen, Leoparden, Büffeln und riesigen Flusspferd-Herden sind hier auch seltene Antilopenarten wie der Puku sowie über 450 Vogelarten zu Hause.
Infrastruktur
Geografische Lage: Der Park befindet sich im äußersten Nordosten Botswanas, direkt am strategisch günstigen Vierländereck zu Namibia, Sambia und Simbabwe.
Nächster Airstrip: Der Kasane International Airport liegt direkt am Parkrand, während kleine Busch-Airstrips das abgelegene Parkinnere bedienen.
Anreise: Die Anreise erfolgt entweder per Flugzeug direkt nach Kasane oder über kurze Straßentransfers von den nahegelegenen Victoriafällen.
Straßenverhältnisse: Abseits der asphaltierten Transitstraße besteht das Wegenetz im Park aus anspruchsvollen, tiefen Sandpisten, die zwingend ein Allradfahrzeug (4x4) erfordern.
Unterkünfte: Im Park gibt es nur sehr wenige Unterkünfte, während direkt außerhalb in Kasane eine große Auswahl an Hotels und Gästehäusern bereitsteht.
Highlights
Das unbestrittene Kronjuwel des Parks ist die Bootssafari auf dem Chobe-Fluss. Vom Wasser aus erlebt man eine völlig neue Perspektive, wenn am Nachmittag riesige Elefantenherden zum Trinken an den Fluss strömen, im Schlamm baden oder sogar zu fernen Inseln schwimmen. Begleitet vom Grunzen der Flusspferde wird dieses Spektakel von den legendären, glutroten Sonnenuntergängen gekrönt.
Ein weiteres, fast mythisches Highlight ist die abgelegene Savuti-Region im Westen. Dieses raue Gebiet ist weltberühmt für seine dramatischen Raubtier-Beobachtungen, die schon in etlichen Naturdokus zu sehen waren. Die dortigen Löwenrudel sind dafür bekannt, in der Trockenzeit sogar ausgewachsene Elefanten zu jagen – zusammen mit einer hohen Dichte an Hyänen und Leoparden ein Hotspot für echtes Wildlife-Drama.
Schließlich fasziniert das Spektakel der schieren Masse an Wildtieren. In den Spitzenmonaten der Trockenzeit verdunkeln die Staubwolken riesiger Büffelherden den Horizont, während die Zahl der Elefanten schlicht überwältigend ist. Hier erlebt man Tage, an denen man mehr Dickhäutern begegnest als im gesamten restlichen Leben, was Chobe zu einem der letzten echten Wildnis-Paradiese der Erde macht.

