Nyungwe Forest
Ein Urwald wie aus einem Märchen: Einer der ältesten Regenwälder Afrikas, der die letzte Eiszeit überdauerte. Berühmt für den schwindelerregenden Canopy Walk und riesige Gruppen von schwarz-weißen Stummelaffen.
Nyungwe Forest
Ein Urwald wie aus einem Märchen: Einer der ältesten Regenwälder Afrikas, der die letzte Eiszeit überdauerte. Berühmt für den schwindelerregenden Canopy Walk und riesige Gruppen von schwarz-weißen Stummelaffen.
Ruanda
Land
Jun–Sep & Dez–Feb
Reisezeit
1019 km²
Größe
1933
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark & Bergregenwald. Er gilt als die "Lunge Ruandas" und liefert 70% des Wassers für das Land.
Regenzeiten: März–Mai und Oktober–November. Hier regnet es viel (bis zu 2000 mm/Jahr). Auch in der Trockenzeit sind Schauer normal.
Temperaturen: Kühl! Der Park liegt auf 1.600 bis 2.950 Metern Höhe. Tagsüber angenehme 20°C, nachts kann es auf 10–12°C abkühlen (Warme Kleidung ist essenziell).
Besucher-Frequenz: Mittel. Aufgrund der langen Anreise ab Kigali (5–6 Std.) kommen weniger Besucher als zu den Gorillas, aber der Canopy Walk ist ein Publikumsmagnet.
Ähnlich wie Kibale in Uganda ist Nyungwe ein Primaten-Paradies (13 Arten), aber das Gelände ist viel steiler und dichter, was das Trekking anstrengender macht.
Der Wald gilt als eine der Quellen des Nils (Rukarara-Quelle).
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Dichter, uralter Dschungel mit hohen Baumriesen, Farnen, Moosen und Wasserfällen (Kamiranzovu-Wasserfall).
Ikonisch: Der Canopy Walk (Hängebrücke in den Baumwipfeln) und die Ruwenzori-Stummelaffen (Angola Colobus), die hier in riesigen Gruppen von bis zu 400 Tieren vorkommen.
Tierwelt:
- Schimpansen (ca. 500 Tiere, lautstark und wild)
- L’Hoest-Affen (die man oft am Straßenrand sieht)
- Über 320 Vogelarten (davon 29 endemische Arten des Albert-Grabens, ein Mekka für Ornithologen)
- Viele Orchideenarten und Riesenfarn.
Infrastruktur
Geografische Lage: Südwest-Ruanda. Die Hauptstraße nach Rusizi führt malerisch direkt durch den Park.
Nächster Flughafen: Kamembe Airport (ca. 45 Min. vom West-Eingang entfernt). Tägliche Flüge von Kigali (30 Min.).
Anreise: Per Auto eine lange, aber sehr gute Asphaltstraße durch endlose Teeplantagen (ca. 5–6 Std. von Kigali).
Straßenverhältnisse: Exzellent asphaltiert, aber sehr kurvig. Innerhalb des Parks bewegt man sich nur zu Fuß auf angelegten Trails.
Unterkünfte: Wenige, aber gute Optionen. Von der Ultra-Luxus-Lodge (One&Only Nyungwe House) mitten in der Teeplantage bis zu soliden Mittelklasse-Optionen (Top View Hill).
Highlights
Nyungwe ist ein Ort, der die Zeit vergessen hat. Wissenschaftler glauben, dass dieser Wald einer der wenigen Orte in Afrika war, der während der letzten Eiszeit grün blieb, während der Rest des Kontinents austrocknete. Deshalb ist die Artenvielfalt hier so explosionsartig hoch. Wer den Wald betritt, spürt dieses Alter: Riesige Mahagonibäume, deren Stämme mit dicken Moospolstern und Orchideen bewachsen sind, ragen wie Säulen in den oft nebelverhangenen Himmel.
Das absolute Highlight – und eine echte Mutprobe – ist der Canopy Walkway. Es ist die erste und einzige Hängebrücke ihrer Art in Ostafrika. Sie schwebt in 60 Metern Höhe (etwa so hoch wie ein 20-stöckiges Haus) über einer tiefen Schlucht. Der Boden der Brücke ist ein Metallgitter, durch das man direkt in den Abgrund blickt. Hier oben zu stehen, auf Augenhöhe mit den Kronen der Urwaldriesen, während bunte Turakos vorbeifliegen und Schmetterlinge tanzen, verschafft eine Perspektive, die sonst nur den Affen vorbehalten ist.
Der Name „Nyungwe“ ist in der lokalen Überlieferung nicht an eine einzelne dramatische Legende gebunden, wird aber oft mit der Abgeschiedenheit und Dichte assoziiert. Für die Menschen der Region ist der Wald jedoch heilig als Wasserspeicher. Man sagt, dass die Wolken, die sich in den Baumwipfeln verfangen, den Regen gebären, der Ruanda fruchtbar hält. Und tatsächlich: Tief im Inneren des Waldes entspringt ein winziges Rinnsal, das viele Geografen als die entlegenste Quelle des Nils betrachten – der Beginn einer Reise von über 6.600 Kilometern bis ins Mittelmeer.
Unterkünfte im Nationalpark
Intimate Camp Zebra - Mobile Camp Ndutu
Unterkunftsart: Camp
Anzahl der Zimmer: 1
Ngorongoro Marera Mountain View Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2
Ngorongoro Lions Paw Luxury Camp
Unterkunftsart: Camp
Anzahl der Zimmer: 1

















