Lake Manyara
Ernest Hemingways „Liebling“: Lake Manyara fasziniert mit einem landschaftlichen Mikrokosmos. Von dichtem Dschungel bis zum alkalischen See – die Heimat der legendären baumkletternden Löwen.
Lake Manyara
Ernest Hemingways „Liebling“: Lake Manyara fasziniert mit einem landschaftlichen Mikrokosmos. Von dichtem Dschungel bis zum alkalischen See – die Heimat der legendären baumkletternden Löwen.
Tansania
Land
Jun–Okt
Reisezeit
330 km²
Größe
1960
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark (TANAPA) & UNESCO-Biosphärenreservat.
Regenzeiten: März–Mai (lange Regen) und November (kurze Regen) – Waldwege teils matschig.
Temperaturen: Tropisch warm (im Rift Valley oft heißer als im Hochland), im Waldschatten aber angenehm
Besucher-Frequenz: Hoch. Beliebter, gut erreichbarer Stopp auf dem Weg zum Ngorongoro/Serengeti.
Ernest Hemingway beschrieb diesen Park einst als „das Schönste, was ich je in Afrika gesehen habe“.
Weltweit bekannt für die seltenen baumkletternden Löwen.
Der Pegel des Sees ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies hat das Uferbild verändert und viele Uferbereiche überschwemmt.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Ein dramatischer Wechsel auf engstem Raum – vom dichten Grundwasserwald (ähnlich einem tropischen Regenwald) über Akazienwälder bis zur offenen Uferzone des alkalischen Sees.
Ikonisch: Die riesigen Pavian-Trupps (oft Hunderte Tiere), die die Waldstraßen belagern, und die rosa Flamingos (saisonal).
Tierwelt:
- Elefanten (im Wald oft sehr nah zu sehen)
- Giraffen und Zebras (auf den offenen Grasebenen)
- Flusspferde (am „Hippo Pool“)
- Über 400 Vogelarten (ein Paradies für Ornithologen, besonders Hornvögel und Pelikane)
Infrastruktur
Geografische Lage: Nord-Tansania, direkt am Fuß des steilen Rift Valley Escarpments (Großer Afrikanischer Grabenbruch).
Nächster Airstrip: Lake Manyara Airstrip (oben auf der Klippe).
Anreise: Sehr einfach – nur ca. 2 Std. Fahrt auf Asphalt von Arusha. Das bunte Marktstädtchen Mto wa Mbu liegt direkt vor dem Parktor.
Straßenverhältnisse: Gute Pisten im Park; bei starkem Regen können Teile der Uferwege schlammig werden.
Unterkünfte: Spektakuläre Lodges, die oft oben auf der Abbruchkante des Grabenbruchs thronen und einen Panoramablick über den See bieten.
Highlights
Der Lake Manyara National Park bietet vor allem eines: einen drastischen Szenenwechsel. Wer aus den staubigen Ebenen der Serengeti kommt, taucht hier plötzlich in eine fast tropische Welt ein. Der dichte Grundwasserwald am Eingang, gespeist von unterirdischen Quellen, wirkt wie ein grüner Tunnel. Es ist das Reich der Paviane – nirgendwo sonst in Tansania sieht man diese Tiere in so großen, sozial komplexen Gruppen direkt neben dem Fahrzeug.
Historisch war der Park für zwei Dinge weltberühmt: riesige Flamingo-Teppiche und Löwen, die auf Bäume klettern. Hier hat sich das Gesicht des Parks jedoch gewandelt. Durch natürliche Zyklen und starke Regenfälle ist der Seepegel in den letzten Jahren massiv angestiegen. Das Wasser ist weniger alkalisch geworden, weshalb die Flamingos ihre Futterquelle verloren haben und weiterzogen. Auch die berühmten Löwen sind zwar noch da, machen sich im dichten Grün aber oft rar.
Was bleibt, ist ein landschaftlich reizvoller Stopp für Ornithologen und Pflanzenliebhaber. Der Kontrast zwischen der steilen, rostroten Wand des Rift Valley Escarpments und dem grünen Blätterdach ist fotogen, und am „Hippo Pool“ kann man Flusspferde und Wasservögel wie Pelikane und Störche beobachten. Manyara ist heute weniger ein Ort für die Jagd nach den „Big Five“, sondern eher ein kurzer, atmosphärischer Zwischenstopp, um die Vielfalt der tansanischen Landschaften zu komplettieren.



















