Nord Luangwa
Ein exklusives, raues Paradies abseits jeglicher Straßen, das Sie fast ausschließlich zu Fuß auf den wohl ursprünglichsten Walking-Safaris des Kontinents erobern.
Nord Luangwa
Ein exklusives, raues Paradies abseits jeglicher Straßen, das Sie fast ausschließlich zu Fuß auf den wohl ursprünglichsten Walking-Safaris des Kontinents erobern.
Sambia
Land
Juni-Okt
Reisezeit
4.636 km²
Größe
1972
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark. Eines der isoliertesten und ursprünglichsten Wildnisgebiete Afrikas, das bewusst völlig unerschlossen bleibt.
Regenzeiten: November–Mai. Der Park ist dann wegen der heftigen Regenfälle komplett von der Außenwelt abgeschnitten, die Lehmböden werden unpassierbar und die wenigen temporären Buschcamps werden vollständig abgebaut.
Temperaturen: Heißes Tal-Klima. Im Oktober oft 40°C, Jun–Jul sind die Tage warm 25°C, die Nächte aber empfindlich kühl.
Besucher-Frequenz: Sehr Niedrig / Exklusiv. Es gibt hier nur eine winzige Handvoll Betten im gesamten Park. Auf einer mehrtägigen Safari werden Sie garantiert keinem anderen Touristen begegnen.
Im Gegensatz zum bekannteren Süd-Luangwa-Park sind Pirschfahrten hier die absolute Ausnahme. Der Park ist weltweit berühmt als die ultimative Destination für echte, kompromisslose Safaris zu Fuß.
Durch ein massives Schutzprogramm wurden hier erfolgreich extrem bedrohte Spitzmaulnashörner wiederangesiedelt. Es ist heute der einzige Ort in ganz Sambia, an dem die kompletten "Big Five" leben.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Eine ungezähmte Wildnis, geprägt vom malerischen, flachen Mwaleshi-Fluss, tiefen Mopane-Wäldern und imposanten, schattenspendenden Leberwurstbäumen.
Ikonisch: Das Cookson-Gnu. Diese besondere, bräunlich gefärbte Unterart des Streifengnus ist endemisch und kommt fast ausschließlich im Luangwa-Tal vor.
Tierwelt:
- Gewaltige Kaffernbüffel-Herden (oft mehrere hundert Tiere stark)
- Löwen (berühmt für ihre Spezialisierung auf die Jagd nach den riesigen Büffeln)
- Spitzmaulnashörner (Black Rhinos, in einer hochgeschützten, aber zugänglichen Zone)
- Leoparden, Hyänen und die endemischen Crawshay-Zebras
Infrastruktur
Geografische Lage: Im Nordosten Sambias, getrennt durch den sogenannten Munyamadzi-Korridor vom Süd-Luangwa Nationalpark.
Nächster Airstrip/Flughafen: Mwaleshi Airstrip für Fly-In-Safaris. Der nächste internationale Hub ist Mfuwe (im Süd-Luangwa).
Anreise: Fast ausschließlich per Kleinflugzeug (Charter) von Mfuwe aus (ca. 45 Min.)
Straßenverhältnisse: Es gibt praktisch keine befestigten Straßen, nur temporäre, vom Busch freigeschlagene Tracks für die Versorgung der Camps und den kurzen Transfer zu den Startpunkten der Wanderungen.
Unterkünfte: Extrem limitiert und rustikal. Es gibt nur sehr wenige saisonale, offene Buschcamps, die auf WLAN und Klimaanlagen verzichten und sich voll auf das pure Naturerlebnis konzentrieren.
Highlights
Nord-Luangwa ist der afrikanische Busch im absoluten Originalzustand. Hier gibt es kein Brummen von Dieselmotoren, kein Funkrauschen und keine Spuren von anderen Reifen im Sand. Wenn Sie morgens das Camp verlassen, riecht die Luft scharf nach feuchtem Flusssand und wildem Basilikum. Die Sinne schärfen sich augenblicklich. Jeder knackende Ast und jeder Warnruf eines Vogels gewinnt an Bedeutung. Sie wandern oft barfuß oder in Wasserschuhen direkt durch das knöcheltiefe, kristallklare Wasser des Mwaleshi-Flusses und lauschen dem konstanten Summen der Wildnis. Es ist eine ehrliche, ungefilterte Naturerfahrung, die den modernen Menschen sofort erdet und alles Nebensächliche vergessen lässt.
Der Park und das gesamte Tal sind nach dem mächtigen Luangwa-Fluss benannt, der im Osten die natürliche Grenze bildet und als eines der am wenigsten veränderten Flusssysteme Afrikas gilt. Der Nord-Luangwa war lange Zeit vergessen und wurde in den 1980er Jahren schwer von Wilderern heimgesucht. Doch durch den beispiellosen Einsatz von Forschern (bekannt geworden durch das Buch "Das Auge des Elefanten" von Mark und Delia Owens) und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erlebte der Park eine bemerkenswerte Wiedergeburt. Heute ist das Gebiet eine militärisch geschützte Festung für den Artenschutz, in der sich die Natur ihr Reich vollständig zurückerobert hat.
Das ultimative Erlebnis ist die reine Walking Safari. In einer winzigen Gruppe, angeführt von einem erstklassig ausgebildeten Guide und begleitet von einem bewaffneten Scout, werden Sie selbst zum Fährtenleser. Sie untersuchen den frischen Dung eines Elefantenbullen, erkennen die verborgenen Liegeplätze von Leoparden im hohen Gras und lernen, den Wind zu lesen. Wenn der Guide plötzlich per Handzeichen stoppt und Sie nur fünfzig Meter entfernt eine schwarze, massive Wand aus schnaubenden Kaffernbüffeln sehen, spüren Sie das Adrenalin in jeder Faser. Ohne das schützende Blech eines Geländewagens sind Sie kein Tourist mehr – Sie sind ein respektvoller Teilnehmer in einer sehr alten, wilden Welt.















