Unterer Zambesi
Wo tiefblaue Fluten auf die steilen Hänge des Escarpments treffen und Sie Elefanten auf Augenhöhe vom Kanu aus beobachten können – ein exklusives Wasser- und Buschparadies.
Unterer Zambesi
Wo tiefblaue Fluten auf die steilen Hänge des Escarpments treffen und Sie Elefanten auf Augenhöhe vom Kanu aus beobachten können – ein exklusives Wasser- und Buschparadies.
Sambia
Land
Jun-Okt
Reisezeit
4.092 km²
Größe
1983
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark. Er ist berühmt für exklusiven, sanften Tourismus im High-End-Segment und eine unvergleichliche Vielfalt an Aktivitäten.
Regenzeiten: November–April. Viele Lodges schließen, da die tiefen Pisten im Park durch den Regen unpassierbar werden. Die Landschaft explodiert in sattem Grün.
Temperaturen: Heißes Tal-Klima. Im Oktober brütend heiß bis zu 40°C, Juni/Juli sind fantastisch mild, können nachts im offenen Geländewagen aber überraschend frisch sein
Besucher-Frequenz: Niedrig / Exklusiv. Der Park ist schwerer zugänglich und preislich anspruchsvoll, was Massentourismus effektiv verhindert und völlig ungestörte Tiersichtungen garantiert.
Auf der gegenüberliegenden Flussseite (in Simbabwe) liegt der legendäre Mana Pools Nationalpark. Zusammen bilden sie ein gigantisches, natürliches Ökosystem ohne störende Zäune.
Dies ist einer der wenigen Orte in Afrika, an dem Sie morgens eine Walking-Safari machen, mittags per Motorboot fahren, nachmittags lautlos im Kanu paddeln und abends auf eine klassische 4x4-Nachtpirsch gehen können.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Der breite Sambesi-Fluss mit seinen unzähligen, ruhigen Seitenarmen und kleinen Inseln, der von gigantischen Winterdorn-Wäldern gesäumt wird. Im Hintergrund ragt majestätisch das steile Sambesi-Escarpment auf.
Ikonisch: Der schwimmende Elefant. Nirgendwo sonst in Afrika sehen Sie so regelmäßig Elefantenbullen, die wie riesige U-Boote tiefe Flussarme durchtauchen und von Insel zu Insel schwimmen.
Tierwelt:
- Gigantische Flusspferd-Pods und massive Nilkrokodile (die absoluten Herrscher des Flusses)
- Große Büffelherden und Wasserböcke an den Ufern
- Leoparden und Löwen (die oft in den schattigen Flusswäldern jagen)
- Afrikanische Wildhunde und farbenprächtige Karminspinte (Carmine Bee-eaters), die in großen Kolonien an den steilen Sandbänken brüten
Infrastruktur
Geografische Lage: Südöstliches Sambia, begrenzt durch den Fluss im Süden und steile Berge im Norden.
Nächster Airstrip/Flughafen: Jeki Airstrip (für den tieferen Park) oder Royal Airstrip (für den westlichen Rand) – ideal für Fly-In-Safaris ab Lusaka.
Anreise: Am elegantesten per Kleinflugzeug ab Lusaka (ca. 30 Minuten). Eine Anreise auf dem Land-/Wasserweg via Chirundu ist möglich.
Straßenverhältnisse: Innerhalb des Parks erwarten Sie raue Buschpisten, tiefer Sand und häufige Wasserdurchfahrten. Ein offenes 4x4-Safarifahrzeug der Lodges ist hier unerlässlich.
Unterkünfte: Weltklasse. Intime, luxuriöse Zeltcamps und Lodges, die unauffällig direkt unter großen Bäumen an der steilen Uferkante des Flusses thronen.
Highlights
Der Lower Zambezi Nationalpark lässt sich nicht nur sehen, man spürt ihn im ganzen Körper. Wenn Sie morgens im Camp aufwachen, ist das erste Geräusch das tiefe, grollende Grunzen der Flusspferde, das über das spiegelglatte Wasser hallt. Die Luft riecht herrlich frisch nach Wasserpflanzen und der roten Erde des Ufers. Es gibt eine unwirkliche Magie, die von diesen gewaltigen Wäldern aus Winterdorn-Bäumen (Faidherbia albida) ausgeht. Im Gegensatz zu anderen Bäumen tragen sie ihre nahrhaften Kapseln genau in der härtesten Trockenzeit, weshalb man hier ständig unter dem dichten, graugrünen Blätterdach auf Elefanten trifft, die sanft die herabgefallenen Schoten vom Boden sammeln.
Der Name des Parks ehrt den viertlängsten Strom Afrikas, den Sambesi (Zambezi). In der Sprache der lokalen Tonga bedeutet der Name schlicht und ergreifend „Der große Fluss“. Er ist die alles bestimmende Lebensader der Region. Dass dieser Küstenstreifen heute noch eine so wilde, fast majestätische Unberührtheit ausstrahlt, ist einer glücklichen Fügung der Geschichte zu verdanken: Bevor das Gebiet 1983 zum Nationalpark deklariert wurde, war es das private Rückzugsgebiet des sambischen Präsidenten. Dadurch wurde es von massiver menschlicher Besiedlung und früher touristischer Ausbeutung komplett verschont.
Das unangefochtene, herzkopfschlagende Meisterstück dieses Parks ist die Kanu-Safari. Vergessen Sie laute Motoren – hier gleiten Sie im Rhythmus des Flusses lautlos durch schmale, kristallklare Seitenkanäle (wie den legendären Chongwe-Kanal). Sie sitzen tief über der Wasseroberfläche, während am Ufer bunte Eisvögel ins Wasser tauchen. Die Anspannung steigt, wenn Ihr Guide das Kanu sanft mit dem Paddel bremst. Nur wenige Meter vor Ihnen steht eine massive Elefantenkuh im flachen Wasser, reißt frisches Schilfgras aus und wäscht es im Fluss, bevor sie es frisst. Ohne das Motorengeräusch eines Autos stört Ihre Präsenz die Tiere nicht. Es ist eine der friedlichsten und gleichzeitig intensivsten Begegnungen, die die afrikanische Wildnis zu bieten hat.















