Kibale Forest
Die „Primaten-Hauptstadt der Welt“: Nirgendwo sonst in Ostafrika finden Sie eine so hohe Dichte an Affenarten. Das ultimative Ziel für Schimpansen-Tracking und Dschungel-Wanderungen.
Kibale Forest
Die „Primaten-Hauptstadt der Welt“: Nirgendwo sonst in Ostafrika finden Sie eine so hohe Dichte an Affenarten. Das ultimative Ziel für Schimpansen-Tracking und Dschungel-Wanderungen.
Uganda
Land
Dez–Feb & Jun–Sep
Reisezeit
795 km²
Größe
1993
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark (UWA). Ein tropischer Regenwald, der für Forschung und Tourismus gleichermaßen wichtig ist.
Regenzeiten: März–Mai und September–November. Der Waldboden kann dann sehr rutschig sein, Regenjacke ist immer Pflicht.
Temperaturen: Angenehm mild bis warm (tagsüber ca. 27°C, nachts ca. 15°C), da der Park auf einer Höhe von 1.100–1.600 m liegt.
Besucher-Frequenz: Hoch. Da fast jeder Uganda-Reisende Schimpansen sehen will, ist Kibale ein fester Stopp auf der Standard-Route.
Heimat von 13 verschiedenen Primatenarten – die höchste Dichte und Vielfalt in ganz Ostafrika.
Neben dem normalen Tracking (1 Std. beim Tier) gibt es die Chimpanzee Habituation Experience (CHEX), bei der Sie fast den ganzen Tag mit Forschern und den Tieren verbringen.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Ein Mosaik aus feuchtem, immergrünem Regenwald, Sümpfen und Grasland. Die Bäume hier werden bis zu 55 Meter hoch.
Ikonisch: Der Schimpanse. Ca. 1.500 Tiere leben hier, mehrere Gruppen sind an Menschen gewöhnt (habituiert).
Tierwelt:
- Rote Stummelaffen (Red Colobus) und L’Hoest-Affen
- Waldelefanten (kleiner als Savannen-Elefanten, aber sehr scheu und schwer zu sehen)
- Über 370 Vogelarten (Highlight: der seltene Grüne Breitrachen / Green-breasted Pitta)
- Schmetterlinge (über 250 Arten)
Infrastruktur
Geografische Lage: West-Uganda, nahe der Stadt Fort Portal und am Fuß des Ruwenzori-Gebirges.
Nächster Airstrip: Kasese Airstrip (ca. 1–2 Std. Fahrt) oder direkt per Auto aus Kampala (ca. 5–6 Std. auf Asphalt).
Anreise: Die Straße von Kampala nach Fort Portal ist eine der besten des Landes. Von Fort Portal zum Park sind es ca. 45 Min. auf guter Piste.
Straßenverhältnisse: Innerhalb des Waldes bewegt man sich zu Fuß. Die Zufahrtsstraßen zu den Lodges sind geschottert.
Unterkünfte: Exzellente Auswahl – von der Primate Lodge (mitten im Wald) bis zu luxuriösen Lodges an den Kraterseen außerhalb.
Highlights
Kibale ist das genaue Gegenteil der stillen, geordneten Gorilla-Begegnung. Schimpansen-Tracking hier ist laut, schnell und elektrisierend. Schon lange bevor Sie die Tiere sehen, hören Sie sie: Das berühmte „Pant-Hooting“ – ein erst leises Keuchen, das sich zu einem ohrenbetäubenden Kreischen steigert – hallt durch die Baumkronen und lässt das Adrenalin steigen. Wenn Sie dann auf eine Gruppe treffen, befinden Sie sich mitten in einer Seifenoper der Natur: Hier wird gestritten, gelaust, gespielt und politisiert. Die Intelligenz in den Augen unserer nächsten Verwandten zu sehen, ist ein Moment, der tief berührt.
Der Park trägt seinen Titel „Primate Capital of the World“ nicht ohne Grund. Wenn Sie durch das dichte Unterholz wandern, raschelt es nicht nur am Boden, sondern auch über Ihnen. Neben den Schimpansen turnen Grauwangenmangaben, Schwarz-weiße Stummelaffen und die seltenen L’Hoest-Affen mit ihren weißen Bärten durch das Geäst. Es ist ein dreidimensionales Safari-Erlebnis, bei dem der Hals vom Nach-oben-Schauen mehr schmerzt als die Beine vom Laufen.
Ein kulturelles und ökologisches Highlight liegt direkt am Rand des Waldes: der Bigodi Wetland Sanctuary. Dieser Sumpf wird nicht von der Nationalparkbehörde, sondern von der lokalen Dorfgemeinschaft verwaltet (KAFRED). Eine Wanderung hier ist oft entspannter als im dichten Wald und bietet fantastische Chancen, den schillernden Riesenturako (Great Blue Turaco) zu sehen. Der Erfolg von Bigodi zeigt eindrucksvoll, wie Tourismus direkt dazu beitragen kann, dass ein Dorf den Wert seiner Natur erkennt und schützt.




















