Mana Pools
Der Park der stehenden Giganten. Ein UNESCO-Weltnaturerbe von fast unwirklicher Schönheit.
Mana Pools
Der Park der stehenden Giganten. Ein UNESCO-Weltnaturerbe von fast unwirklicher Schönheit.
Simbabwe
Land
Jun–Okt
Reisezeit
2196 km²
Größe
1963
Gründung
Wissenswertes
Art des Schutzgebietes: Nationalpark & UNESCO-Weltnaturerbe. Es gilt als eines der ursprünglichsten Wildnisgebiete des Kontinents.
Regenzeiten: November–März. Achtung: In dieser Zeit ist der Park größtenteils unpassierbar und viele Lodges schließen komplett, da die Lehmböden zu tiefem Schlamm werden.
Temperaturen: Extrem heiß. Im Oktober („Suicide Month“) steigen die Temperaturen oft über 40°C. Juni/Juli sind die Nächte kühl (10–15°C), die Tage angenehm warm.
Besucher-Frequenz: Niedrig. Durch die Abgelegenheit und die begrenzte Anzahl an Genehmigungen bleibt der Park sehr exklusiv und nie überlaufen.
Walking Safaris. Mana Pools ist der einzige Nationalpark Afrikas, in dem Besucher theoretisch ohne Guide zu Fuß gehen dürfen (ein bewaffneter Profi-Guide wird dringend empfohlen).
Der mächtige Sambesi Fluss bildet die natürliche Grenze. Kanu-Safaris gehören hier zum Pflichtprogramm, um Flusspferden und Krokodilen auf Augenhöhe zu begegnen.
Flora / Fauna
Landschaftliche Besonderheit: Parkartige Auenwälder aus mächtigen Ana-Bäumen, die kaum Unterholz haben. Dies ermöglicht eine extrem weite Sicht – ideal für Wanderungen und Fotografie.
Ikonisch: Der stehende Elefant. Um an die nahrhaften Schoten der Ana-Bäume zu gelangen, haben die Bullen hier gelernt, sich auf die Hinterbeine zu stellen und sich wie Giraffen zu strecken.
Tierwelt:
- Afrikanische Wildhunde (eine der höchsten Dichten Afrikas, oft bei der Jagd zu beobachten)
- Löwen und Leoparden (die das offene Gelände für die Jagd nutzen)
- Flusspferde (in riesigen Gruppen im Sambesi und den Pools)
- Büffelherden (ziehen staubaufwirbelnd durch die Wälder)
Infrastruktur
Geografische Lage: Ganz im Norden Simbabwes, im unteren Sambesi-Tal.
Nächster Airstrip: Mana Main Airstrip oder private Landebahnen der Camps.
Anreise: Meist per Kleinflugzeug ab Victoria Falls oder Harare.
Straßenverhältnisse: Tiefsandige Pisten und raue Tracks. In der Regenzeit nicht befahrbar.
Unterkünfte: Von einfachen (aber spektakulären) Campingplätzen direkt am Flussufer bis hin zu luxuriösen Zeltcamps.
Highlights
Mana Pools ist kein Park, es ist eine Kathedrale. Wenn das goldene Licht des späten Nachmittags durch die hohen Kronen der Ana-Bäume fällt und den feinen Staub in der Luft blau leuchten lässt, entsteht eine fast spirituelle Atmosphäre. Es gibt kein dichtes Buschwerk, das die Sicht versperrt; stattdessen blicken Sie durch endlose Säulenhallen aus massiven Stämmen. Die Stille wird nur unterbrochen vom Knacken der Äste und dem fernen Rufen eines Schreiseeadlers. Es ist diese magische Lichtstimmung, der „Mana Haze“, die Fotografen aus der ganzen Welt hierher pilgern lässt.
Der Name „Mana“ bedeutet in der lokalen Shona-Sprache „Vier“. Er bezieht sich auf die vier großen, permanenten Wasserbecken (Pools), die der mäandernde Sambesi vor langer Zeit zurückgelassen hat: Main, Chine, Long und Chisambuk. Diese stehenden Gewässer sind in der brutalen Hitze der Trockenzeit die letzte Rettung für die Tierwelt. Wer an den Ufern des „Long Pool“ sitzt, muss sich nicht bewegen – die Arche Noah kommt zum Trinken vorbei.
Das Herzstück eines jeden Besuchs ist jedoch der Moment, in dem Sie das Fahrzeug verlassen. Zu Fuß, in einer Reihe hinter einem der legendären simbabwischen Pro-Guides, spüren Sie den Boden vibrieren. Wenn dann plötzlich, nur dreißig Meter entfernt, ein massiver Elefantenbulle lautlos aus dem Schatten tritt, sich langsam aufrichtet und mit dem Rüssel die höchsten Zweige pflückt, stockt der Atem. Ohne das schützende Blech eines Autos sind Sie kein Zuschauer mehr, sondern Teil der Nahrungskette – ein Gefühl von Demut und Adrenalin, das Sie nie wieder loslässt.
Unterkünfte im Nationalpark
Ngorongoro Marera Mountain View Lodge
Unterkunftsart: Lodge
Anzahl der Zimmer: 2



















